Weitblickwandern auf dem Völkersbacher Rundweg
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WANDERWEG 
MIT FERNSICHT

Unter dem Motto „Weitblickwandern“ führt ein bestens 
beschilderter neuer Rundweg um Völkersbach herum. 
Hier hat man das Dorf im Blick, den Schwarzwald sowie 
einen malerischen Weiler namens Rimmelsbacher Hof.

Geschichte

Eine gute Fernsicht ist etwas Wunderbares. Dörfer und Wälder, die sich idyllisch ins Landschaftsbild einfügen, Lichtungen, die sich im gleißenden Licht am Horizont abzeichnen. 
Allerdings fragt man sich allzu oft auf Wanderwegen, was man denn da eigentlich erspäht hat: Wer nicht gerade aus der Gegend ist, kann oft nur Rätsel raten.

Auf dem Völkersbacher Rundweg ist auch das anders. Kaum hat man Vermutungen angestellt, welcher Waldsaum und welche Siedlung da wohl in der Ferne liegen, taucht auch schon die Panoramatafel auf: Es ist die Enz- Nagold-Platte und ganz in der Ferne die Stadtsilhouette von Pforzheim. Nördlich davon zeigt sich Dobel von seiner Sonnenseite. 
Es gehört zu den vielen angenehmen Seiten des neuen Rundwanderwegs, dass er so gut beschildert ist. Das gilt sowohl für die 17 Tafeln, die über die Dorfgeschichte informieren, als auch für die Wegweisung: Man kann sich auf den zwölf Kilometern eigentlich nicht verlaufen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, nimmt den Flyer mit Wegbeschreibung 
mit, der praktischerweise am Startpunkt Festplatz kostenlos ausliegt. 
Von dort geht es zum Waldrand, wo man nach rechts auf den Panoramaweg abbiegt. Fast immer hat man nun das Dorf Völkersbach im Blick. Das hatten adlige Lehensmänner einst an das Kloster Frauenalb verkauft, erst 1803 wurde es selbstständig. Deshalb ziert eine Nonne mit Buch bis 
heute das Ortswappen. Sie gibt auch auf dem Rundwanderweg die Richtung vor.

Im Schatten von Eichen und Buchen geht man nun einmal im weiten Kreis herum. Ab und an ist es auch eine Esskastanie, die sich in den Schwarzwald verirrt hat, sowie eine Vielzahl von Streuobstbäumen, die auf den Wiesenhängen stehen. Vor allem im Herbst ist der Weg ein Hochgenuss. Überall duftet es nun nach reifen Früchten und frischgemähtem Gras. 
Es war der Heimatverein Völkersbach, der den Rundwanderweg konzipiert hat. Den Anstoß gab 2019 ein Bürgerforum mit unterschiedlichen Themen und Arbeitsgruppen. Nach

 

Nach mehrjähriger Planung wurde der Weg Ende 2023 eröffnet und Mitte letzten Jahres im Rahmen einer geführten Tour mit dem Heimatverein und der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus vorgestellt.

Die Vielfalt, die man dabei erleben konnte, ist enorm. Es gibt Wald, Feld und Wiesen, plätschernde Bachläufe und einen sehr verträumten Weiler. 
Rimmelsbacher Hof heißt der, eine Rodungsinsel mit ein paar Gehöften und ausgedehnten Pferdekoppeln. Hier kann man auch einkehren. Ein gleichnamiger Waldgasthof hat von 
Mittwoch bis Sonntag ab 12 Uhr geöffnet, die Terrasse lädt bei schönem Wetter zu einer 
Pause an. Ein Glücksfall ebenso wie die Tatsache, dass zwei weitere Gasthöfe den Weg säumen 
(Sportgaststätte und Klosterhof). So läuft man unterwegs weder Gefahr zu verhungern noch sich zu langweilen. Alle paar hundert Meter wechselt das Landschaftsbild. Es ist am Ende 
noch einmal richtig idyllisch: Auf einer kleinen Brücke passiert man die lauschig dahinplätschernde Moosalb und kommt an den alten Wasserleitungen der Weimersmühle vorbei. 

Nach gut drei Stunden reiner Wanderzeit und moderaten 217 Höhenmetern ist es geschafft. Eine schöne Tour für einen Halbtages- 
ausflug, den man Dank seiner Ortsnähe auch beliebig abkürzen kann.

Info.

Der Völkersbacher Rundweg (Weitblickwandern) ist rund zwölf Kilometer lang und startet am Festplatz beim Klosterhof (Bushaltestelle Brunnen, Navi Wiesgrabenweg eingeben). Schön für eine Rast ist auch die neue Grillhütte am Rottännle. 

Ein Flyer mit guter Wegbeschreibung liegt am Startpunkt aus: 

www.heimatverein- voelkersbach.de

 

Bilder: Heimatverein Völkersbach & Andreas Steidel
 

Information