Unterwegs zu neuen Abenteuern
Rätselfans aufgepasst! Escape Games in Bad
Herrenalb und Karlsbad sind ein Riesenspaß für Familien und
Freunde – mal draußen und analog, mal drinnen und virtuell.
Seit vergangenem Sommer wird fast ganz Bad Herrenalb zu einem Spielfeld, auf dem sich das Klosterareal, der Kurpark und die Schweizer Wiese in Schauplätze eines rätselhaften Abenteuers verwandeln: Mit dem neuen Outdoor Exit Game lässt sich die Stadt
auf knifflige Art erleben.
Diese Form der Exit oder Escape Games verbindet die klassische Schatzsuche mit der modernen Schnitzeljagd. Dabei müssen anspruchsvolle Aufgaben gelöst werden, um Hinweise auf die folgenden Stationen zu erhalten. In Bad Herrenalb erwerben Rätselfans bei der Tourist-Information einen Beutel mit wichtigen Utensilien: eine Mappe mit jeder Menge Aufgaben, Stift und Block, dazu unter anderem Teststreifen, um den ph-Wert des Bad Herrenalber Heilwassers zu bestimmen, eine
Telefonnummer für einen Tipp von der Polizei sowie eine Lupe.
„Wanderwege haben wir hier genug“, sagt Markus Lang, der das Spiel mit seiner Kollegin Julia Riegger entwickelt hat. Nun geht es um die Stadt und das Kloster, in deren Geheimnisse
man anhand einer fiktiven Geschichte eintaucht. Sie beginnt damit, dass das vertrauliche Teerezept der Herrenalber Mönche gestohlen wurde.
Für das Outdoor Exit Game sind Teamwork, Kreativität und etwas Ausdauer gefragt. Hat man alle Rätsel gelöst, ergibt sich ein Code, mit dem man einen Tresor öff nen kann ... Den Beutel samt Inhalt darf man behalten, so kann das Spiel an Familie und Freunde weitergegeben werden.
Ähnlich funktioniert dieses Freizeitvergnügen in Innenräumen: Eine kleine Gruppe wird in ein Zimmer gesperrt, das sie erst dann wieder verlassen kann, wenn sie innerhalb einer vorgegebenen
Zeit Hinweise findet und Rätsel löst. Hanniel Schmidt aus Karlsbad-Langen- steinbach ist noch weiter gegangen. Er hat das Spielprinzip des Escape Room mit einer fantastischen Idee verknüpft.
Bei „Escape Reality“ wird man mittels Virtual Reality (VR) in täuschend echte oder fabelhafte 3D-Welten teleportiert. Dazu erhält jeder Spieler eine VR-Brille und zwei Controller, mit denen er sich
im virtuellen Raum bewegen kann.
Dort trifft er die anderen Avatare (Mitspieler). Er kann mit ihnen sprechen und interagieren. Zusammen und mit Körpereinsatz müssen sie sich nun durch ein Abenteuer kämpfen, Aufgaben lösen und einander helfen, während die Uhr tickt.
Im Unterschied zu den analogen Escape Games erlebt man mit VR komplexe Geschichten. Die seien hochprofessionell programmiert, und Ver gleichbares würde man in einem größeren Umkreis nicht finden, sagt Hanniel Schmidt. Die Menschen kommen aus einem Einzugsgebiet, das
von Südbaden bis Stuttgart und Mannheim reicht. „Wir haben viele Kindergeburtstage“, erzählt der Betreiber, „aber die Hauptspielgruppe ist zwischen 20 und 40. Und auch Ältere haben ihren
Spaß. Man muss sich nur trauen.“
Der neue Escape Room „Das Museumsdepot“ bietet spannende Rätsel rund um das mittelalterliche Ettlingen, dunkle Geheimnisse, Intrigen, Diebstähle und eine Mission im Wettlauf gegen die Zeit – man muss tief in Ettlingens Vergangenheit eintauchen, um die Rätsel aus alten Zeiten zu lösen.
Freunde, Familien oder Kollegen begleiten je nach Schwierigkeitsstufe eine fränkische Unbekannte oder den Burgvogt Hans Cunzmann II. bei der Lösung eines geheimnisvollen Rätsels. Der Escape Room im Museum in Ettlingen ist für Gruppen von 2 bis 6 Personen ab
10 Jahren geeignet. In Begleitung eines Erwachsenen können auch jüngere Kinder mitmachen.
Info.
Tourist-Information Bad Herrenalb,
Rathausplatz 11, Telefon 07083 500555. Spielzeit etwa zwei Stunden, Level: schwer, Preis 30 €.
Escape Reality, Kurfürstenbadstr. 1,
Karlsbad-Langensteinbach, Telefon 07202 9377686.
Zwei bis sechs Spieler, Spielzeit 50 bis 60 Minuten
(plus Einführung), Preis 20 bis 35 €.
www.badherrenalb.de/exitgame
www.escapereality.game
www.ettlingen.de