Edel und elegant ist das Hotel Erbrpinz
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Der Patron

Bernhard Zepf ist der Patron des Erbprinzen in Ettlingen. Seit über 25 Jahren führt er das renommierte und geschichtsträchtige Haus, das einen Michelin-Stern und fünf Hotelsterne hat. Von hier ging einst auch die Gründung der Feinen Adressen im Albtal aus. 

Geschichte

„Ich bin ein Bühnenmensch“, sagt Bernhard Zepf über sich selbst. Dabei kann man das Wort Bühne in seinem Leben durchaus vielfältig verstehen. Seine erste Bühne war die des Musikers, noch heute staunen viele, wenn er Kostproben seiner gesanglichen Qualitäten gibt. 

Heute ist Zepfs Bühne freilich eher der Erbprinz in Ettlingen. Jenes HotelRestaurant, das er wieder zu seiner alten Größe geführt hat. Als Patron, wie er sich selbst auch gerne bezeichnet, geht er von Gast zu Gast, von Mitarbeiter zu Mitarbeiterin. „Man muss präsent sein, sonst funktioniert das nicht“, sagt er mit Blick auf die 25 Jahre, die er das renommierte Haus nun führt.

1999 hat der Sohn eines Baiersbronner Försters den Erbprinzen übernommen. Da hatte er schon zehn Jahre Erfahrung in der Selbstständigkeit. Der Freihof im kurpfälzischen Wiesloch war seine erste eigene RestaurantBühne. Nun wagte er sich an ein Großprojekt: ein Haus, das Bundeskanzler beherbergte, Schauspieler und den Hochadel – das galt es wieder flott zu machen.

Im 20. Jahrhundert hatte die Familie Gietz die alte Postkutschenstation des Markgrafen berühmt gemacht. Vor allem Helmut Gietz schrieb hier Geschichte: Unter seiner Regie erhielt der Erbprinz erst einen und dann als erstes Restaurant in Deutschland sogar zwei MichelinSterne.

1986 übergab die Familie Gietz die Geschäftsführung. Es folgten schwierige Jahre unter wechselnder Leitung, schließlich starb Helmut Gietz und seine Ehefrau Annemarie bot das Haus zum Verkauf an. Als Bernhard Zepf davon erfuhr, schlug er zu.

Danach begann eine Renovierung im großen Stil. Sämtliche 48 Hotelzimmer wurden auf Vordermann gebracht und das Haus sukzessive erweitert. Nach und nach kamen neue Hotelbereiche dazu, wurden Nachbargrundstücke aufgekauft und neue komfortable Quartiere geschaffen.

Heute hat der Erbprinz 122 Zimmer und fünf Hotelsterne. Er ist gelistet als eines der 100 besten Hotel-Restaurants in Deutschland und längst auch wieder im Besitz eines Michelin-Sterns. Dafür steht Küchenchef Ralph Knebel als Mann hinter den Kulissen, der mit dem Bühnenmenschen Bernhard Zepf ein kongeniales Duo bildet. Knebels Verpflichtung war ein Glücksgriff , da hatte der gelernte Koch Zepf den richtigen Riecher. „Ich kenne das Handwerk“, sagt der Patron, der vor zehn Jahren auch die Genießervereinigung „Feine Adressen“ im Albtal mit aus der Taufe hob.

In ihr kommen nicht nur hochwertige Gastronomien, sondern auch ger zusammen, die mit ihrer Qualität die Qualität der Wirtshäuser garantieren. Die Hauptbühne der „Feinen Adressen“ ist der Erbprinz. Jedes Jahr am Tag vor Christi Himmelfahrt gibt es einen Genießerabend mit Hunderten von Gästen. 

Der Erbprinz hat die Infrastruktur dafür. 300 Plätze gibt es im gesamten Haus, über 100 im Garten, der unter Bernhard Zepf zu einer Genießerlandschaft ausgebaut wurde. Im Erbprinzen gibt es heute fast alles, was das Herz eines Gastes begehrt: Zwei Restaurants, ein Café, einen Beauty- und Spa-Bereich, Tagungsräume und Hotelzimmer. „Wir sind die gute Stube im Raum EttlingenKarlsruhe“, sagt Zepf.

Andere nennen den Erbprinzen auch ein kleines Grandhotel. Die Prominenz ist längst wieder da. So hat auch Bernhard Zepf schon viele namhafte Gäste bei sich begrüßen dürfen. Die wohl eindrucksvollste Begegnung war jene mit Helmut Kohl und Michail Gorbatschow. „Welch eine Aura“, schwärmt Zepf noch heute.

170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass im Erbprinzen alles reibungslos funktioniert. „Wir haben keine Personalprobleme, alle Stellen sind besetzt“, verkündet der Mann, der von einem Niedergang der Gastronomie nichts wissen will. Die guten werden sich halten, davon ist Bernhard Zepf überzeugt.

So hat er auch nach Jahrzehnten noch immer Spaß an seinem Beruf. Er ist ein Genussmensch mit Lust auf die großen und kleinen Bühnen des Lebens, das darf ruhig rüberkommen.

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