AUFATMEN UND ENTSPANNEN

Zwischen Ettlingen und Bad Herrenalb kann man seiner Gesundheit viel Gutes tun – beim Eintauchen ins Heilwasser, Entspannen in der Sauna und Wandern und Radeln in bester Luft.

Geschichte

HEILKLIMA IN DOBEL 
Endlich aufatmen! In Dobel ist das möglich. Wer dort spazieren geht, wandert oder radelt, tut sich nicht allein durch die Bewegung etwas Gutes. Wichtigstes Heilmittel im Ort und seiner Umgebung ist nämlich die Luft. „90 Prozent unserer Gemarkungsfläche ist Wald“, sagt Rahel Schilling, Tourismusleiterin in Dobel, „deshalb schneiden wir bei den regelmäßigen Kontrollmessungen der Luft immer überdurchschnittlich ab.“

Dass die Luft dort oben auf rund 700 Metern Höhe guttut, war schon den Gästen in früheren Zeiten bekannt ,wie dem für seine Kalendergeschichten berühmten Schriftsteller Johann Peter Hebel, der 1799 auf dem Dobel weilte. 1984 bestätigte dann ein Gutachten ganz offiziell, dass das Klima therapeutisch wirksam ist: Seit 40 Jahren trägt die Gemeinde das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“.

Damals wurde auch das Kurhaus eingerichtet, in dem es bis heute Veranstaltungen, Ausstellungen und eine Lese-Ecke gibt. Im Kurpark laden Fitnessgeräte zum Training und Bänke zum Ausruhen ein. Es gibt darüber hinaus zahlreiche Wandermöglichkeiten: barrierefreie, mit dem Rollstuhl befahrbare Spazierwege, leichte Touren mit geringen Höhenunterschieden, aber auch anspruchsvolle Strecken. Und nicht zuletzt kann man sich einem Heilklima-Tourguide anschließen, der die Wanderungen rund um Dobel mit vielen Extras verbindet (siehe Seite 32).

BAD HERRENALB MIT DOPPELPRÄDIKAT 
Im nur wenige Kilometer entfernten Bad Herrenalb ist die Luft ebenfalls frei von Feinstaub und anderen Umwelteinflüssen. Der Ort punktet aber nicht nur mit seinem gesunden Klima, das ihn schon 1954 zum Kurort gemacht hat. 1964 wurde in 600 Metern Tiefe auch eine mineralreiche 
Quelle entdeckt. Herrenalb wurde zu Bad Herrenalb und darf sich seit 1971 mit dem seltenen Doppelprädikat „heilklimatischer Kurort“ und „Heilbad“ schmücken. 

Das führt zum einen zahlreiche Gäste in die drei Kur- und Reha-Kliniken am Ort, die Linderung bei Rheuma und Arthrose, Bandscheibenschäden, Herz-Kreislauf-, Atemwegs- und anderen Erkrankungen suchen. Mit dem Schwarzwald Panorama Hotel gibt es außerdem ein Haus am Ort, das nicht nur besonders nachhaltig wirtschaftet. Zu seinen Angeboten zählen auch ein Spa mit mehreren Saunen und einem Thermalschwimmbad, Heilklima-Fastenkuren, Resilienztraining, Yoga, Meditationen und Waldbaden (siehe Seite 22). 

Beliebtes Ziel bei den Besuchern ist der Kurpark, der seit der Neugestaltung zur Landesgartenschau vor einigen Jahren mit Ufertreppen an der Alb und einem Platz der Stille noch attraktiver geworden ist. Außerdem kann man sich beim Kurhaus am Trinkbrunnen mit Heilwasser bedienen und im Klosterviertel durchs kalte Wasser in der Kneipp-Anlage treten. Noch mehr Gelegenheit gibt’s dazu bei der „Kneippschen Tour“, einer knapp 14 Kilometer langen Wanderung, die von Bad Herrenalb durchs Dobeltal und zu insgesamt drei Kneipp-Becken führt. Reizvolle Rundwege finden sich außerdem in Neusatz und Rotensol, wie etwa die Fuchs & Has-Safari (siehe Seite 11). Die beiden Bad Herrenalber Stadtteile tragen seit genau 30 Jahren das Prädikat Luftkurorte. 

Diese und weitere schöne Wege nutzen viele Gäste und genießen beim Wandern und Radfahren die gute Luft – und anschließend ein Bad in der Siebentäler-Therme. Im Mineralwasser kann man loslassen und entspannen. Es unterstützt auch die Behandlung von Osteoporose, Arthrose, Rheuma, Gelenkschmerzen und anderen Erkrankungen. Die Therme samt ihrer großen Saunawelt schließt allerdings im Laufe des Jahres, wird komplett saniert, 2025 wieder eröffnet – und 
dann noch attraktiver sein.

5-STERNE-THERME IN WALDBRONN 
Doch sie ist ja zum Glück nicht das einzige Bad im Albtal. Die Albtherme in Waldbronn ist ein gefragtes Ziel bei Besuchern, die Erholung und eine Auszeit vom Alltag suchen. Sie glänzt 
mit fünf Wellness Stars, der höchsten Auszeichnung, die die Prüfer des Qualitätssiegels 
vergeben können. Ihre Saunawelt erstreckt sich auf mehr als 2000 Quadratmetern und umfasst 
zehn verschiedene Saunen, Dampfbäder und Ruheoasen. Dabei können Frauen täglich in einem separaten Bereich saunieren. In der Wellnesslandschaft sorgen Massagen und Verwöhnbehandlungen für Entspannung. Seit kurzem sind dort auch Shiatsu-Massagen 
möglich, eine Technik, die aus Japan kommt, mit sanftem Druck arbeitet und die Selbstheilungskräfte anregt. 

Gäste können in fünf Badebecken ins Thermalwasser eintauchen, für das Waldbronn auch das Prädikat „Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb“ trägt. Es eignet sich besonders bei Erkrankungen der Wirbelsäule, Gelenkleiden und Verletzungen der Stütz- und Bewegungsorgane. Ein Genuss ist es aber für alle, besonders am Abend, wenn die Lichtsäulen eine besondere Atmosphäre im Bad zaubern. Außerdem gibt es ein 25-Meter-Becken, in dem es sich gut schwimmen lässt. 

„Unsere Therme hat zwei Ausrichtungen: Sie ist eine Freizeiteinrichtung für Badegäste, aber auch ein Gesundheitszentrum für die Menschen in der Region“, erklärt Karin Zahn-Paulsen, Leiterin der Kurverwaltung. Der Waldbronner Verein der Deutschen Rheuma-Liga ist mit 1200 Mitgliedern einer der größten in ganz Württemberg. Täglich treffen sich Menschen zum Training in der Albtherme, die unter Rheuma oder anderen Erkrankungen des Bewegungsapparats leiden. Mehr als 90 Gruppen sind von Montag bis Freitag vor Ort. Auch die Infrarotkabine und die Kneipp-Becken im Saunabereich sind Teil der Rheuma-Therapie. 

Nicht zuletzt bietet das Bistro in der Therme, um das sich „Schwitzer‘s Hotel am Park“ kümmert, eine hervorragende, gesunde Kost mit Bowls, Vitamindrinks und vielem mehr. Das Hotel selbst, zu dem ein Sternerestaurant gehört, verfügt ebenfalls über einen kleinen, feinen Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und Fitnessgeräten. Außerdem gibt es einen Klangraum: Darin entspannt man bei wechselndem Licht und Musik auf einem warmen Wasserbett, auf dem der Bass der Musik zu spüren ist. Gäste haben dabei die Wahl zwischen anregender und entspannender Musik. Wenn sie dann doch mal ins Wasser eintauchen wollen: Die Hotel-Gästekarte beinhaltet den freien Eintritt in die Albtherme. 

Direkt vor der Tür des Hotels liegt der Kurpark. Viele Wege führen durchs Grün und vorbei an einem schön angelegten See. Kneippbecken, Kräutergarten, Rutengänger-Lehrpfad und eine Minigolf-Anlage sind interessante Ziele für Besucher. Wer hungrig ist, kehrt in die Brasserie im Kurhaus ein, für die ebenfalls das Schwitzer‘s-Team verantwortlich ist. 

Alternativ können Gäste durch den Waldpark mit seinem alten Baumbestand spazieren, die Outdoor-Fitnessgeräte nutzen und sich auf dem Barfußpfad die Fußsohlen kitzeln lassen. Von dort aus starten außerdem drei Terrainkurwege, die eigens fürs dosierte Kreislauftraining der Gäste konzipiert sind. Flache Stücke wechseln sich unterwegs mit Steigungen ab und zu einer der drei Runden, dem „Weg der Gelassenheit“, gehören Stationen wie ein Tastparcours und ein Balancierbalken. 

AUSZEIT IN ETTLINGEN 
Wege zur Gelassenheit ebnet auch das Hotel Erbprinz in Ettlingen: Nach einem Brand war eine Renovierung nötig und im vergangenen Jahr eröffnete das Hotel seinen neu gestalteten 
Beauty Spa-Bereich. Der ideale Ort für eine Auszeit, den nicht nur Übernachtungsgäste genießen können: Er steht als Day Spa Besuchern offen, die dort nur einen Tag verbringen wollen. 

Einzig der Pool ist derselbe geblieben, alles andere hat sich verändert. Die Saunen sind deutlich größer geworden. Zum Abkühlen lockt als neue Attraktion ein eiskalter Raum, in dem der Schnee von der Decke rieselt. In den Schneeberg auf dem Boden kann man sich hineinsetzen oder sich damit abreiben. Wer Ruhe sucht, findet sie auf den komfortablen Wasserbetten und Liegen, die sich am Pool und in verschiedenen Nischen des Spa-Bereichs verteilen. Alternativ entspannt man im 
Sessel und schaut den Flammen zu, die hinter einer Scheibe hochzüngeln. Passend dazu ist alles in warmen Farben und mit viel Holz gestaltet – eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. 

Das gilt auch für den Beautybereich von Jaqueline Frank-Zepf, die unter dem Namen JAQZ eine eigene Kosmetiklinie entwickelt hat. Von der Maniküre und Pediküre über fernöstliche Gesichtsbehandlungen bis hin zu Anti-Aging-Technologien ist dort vieles geboten. Das gilt auch für die Massagen: Klassik, Hot Stone, Lomi Lomi Nui, Sandstempel und weitere Techniken gehören zum Programm. 

Da auch ein gutes Essen zum Wohlgefühl beiträgt, kombinieren Gäste das Day-Spa-Angebot gerne mit einem Frühstück oder einem Abendessen im Erbprinz. Dabei bietet der Erbprinz 2024 über die Sterneküche von Ralph Knebel hinaus ein paar besondere Genüsse an. Vor genau 25 Jahren hat Bernhard Zepf nämlich den Erbprinz übernommen und dieses Jubiläum wird mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen gefeiert. So steht unter anderem im September eine große Küchenparty mit ehemaligen Auszubildenden und Köchen an, die inzwischen selbst im Ritzi in Stuttgart, im Wald & Schloss-Hotel Friedrichsruhe in Zweiflingen oder in der Mühle in Schluchsee auf Sterneniveau kochen.

 

Gut zu Wissen

Über die beschriebenen Angebote hinaus stehen Badegästen im Albtal mehrere Freibäder sowie in Ettlingen ein Hallenbad zur Wahl. In den Orten gibt es außerdem einige Physiotherapie-Praxen. Mehr dazu und auch zu den Kur- und Rehaeinrichtungen findet man auf den Webseiten 
der Gemeinden. 

Eine Übersicht der Wohlfühl-Angebote bietet auch die Seite von Albtal Plus: 


www.albtal-tourismus.de/geniessen/wellness-gesundheit 
www.dobel.de 
www.badherrenalb.de 
www.siebentaelertherme.de 
www.waldbronn.de 
www.albtherme-waldbronn.de 
www.schwitzers.com 
www.erbprinz.de

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